Konzept

Wer sind wir?

Die Burda-Bande ist unsere betriebsnahe Eltern-Kind-Initiative. Im Sinne der Work-Life-Balance gelingt es Hubert Burda Media, berufstätige Eltern sinnvoll zu unterstützen: Während ihrer Arbeitszeit wissen Burda-Eltern ihre Kinder in der Burda-Bande bestens versorgt.

Wer wird aufgenommen?

Unsere Gruppen bestehen aus 85 Kindern von Burda Eltern. Die Aufnahme richtet sich nach dem Anmeldezeitraum, der Quote und Ihrem Engagement innerhalb der Burda-Bande. Unsere Gruppen bestehen aus:

  • zwei Kindergartengruppen (Alter ab zweieinhalb Jahre) mit je 20 Kindern
  • einer Krippengruppe (Alter ab drei Monaten) mit 14 Kindern
  • einer Hort-Gruppe mit z.Z. acht Kindern (Aufstockung bis 2017 auf 20 Kinder)

Wie kommt mein Kind in die Burda-Bande?

Nehmen Sie sich möglichst frühzeitig, am besten schon während der Schwangerschaft Kontakt zur Burda-Bande auf. Da unsere Kapazitäten begrenzt sind, führen wir Wartelisten. Weitere Infos finden Sie im folgenden Artikel, sowie unter "Info & Preise" und "Anmeldung". 

Download der Konzepte Burda-Bande und Hort siehe unten

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1. Geschichte: Die Burda-Bande in Kürze

Die Burda-Bande besteht seit nunmehr 17 Jahren und ist bei Eltern und Kindern aus guten Gründen beliebt. Sie liegt für Burda-Mitarbeiter nur drei Minuten vom Arbeitsplatz entfernt, bietet flexible Betreuungszeiten, die Beiträge sind angemessen und das pädagogische Konzept ist überzeugend. Mit 54 Kindern zwischen drei Monaten und sechs Jahren ist die Burda-Bande eine der größten betriebsnahen Eltern-Kind-Initiativen in München.

Grundgedanke bei der Gründung war es, eine Kindertagesstätte zu schaffen, in der sich Kleinkinder wohlfühlen, und die sich darüber hinaus optimal mit der Arbeitsrealität der Mütter und Väter vereinbaren lässt. 1997 setzten sich einige FOCUS-Redakteurinnen, die Kinder erwarteten, zusammen und recherchierten in eigener Sache. Ein Modell war schnell gefunden, Konzeption und Finanzplan überzeugten den ehemaligen FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort sowie den gesamten Burda-Vorstand.

Ein privater, gemeinnütziger Trägerverein (Burda-Bande e.V.), gegründet 1997, organisiert und verwaltet die Kindertagesstätte bis heute. Finanziert wird die Burda-Bande von Eltern, der Stadt München, sowie Hubert Burda Media. Zudem bemüht sich die Burda-Bande um Spenden.

Start der Burda-Bande war der 01.12.1997. Damals wurden sieben Kinder im Alter von drei Monaten bis einem Jahr eingewöhnt. Schon ein halbes Jahr später wurde die Kinderzahl auf 24 aufgestockt, nach weiteren drei Jahren verfügte die Burda-Bande über 38 Plätze in zwei altersgemischten Gruppen. In den folgenden drei Jahren wuchs der Anteil der Krippenkinder. Um die Minis optimal betreuen zu können, wurde die Kindertagesstätte im September 2003 in eine Krippengruppe und eine Kindergartengruppe umstrukturiert. Im Oktober 2006 erfolgte eine Erweiterung um eine altersgemischte Gruppe von 16 Kindern. Allerdings zeigte sich, dass die drei Gruppen innerhalb der Burda-Bande nur unzureichend miteinander in Kontakt kamen. Zudem zeichnete sich ab, dass immer mehr Eltern ihre Kinder nach einem, aber spätestens zwei Jahren in der Burda-Bande unterbringen wollten. Um ausreichend Krippenkinder aufnehmen und diese dann in den Kindergarten „überführen“ zu können, veranlasste die Burda-Bande im Jahr 2010 eine weitere Umstrukturierung. Seitdem gibt es in der Burda-Bande eine Krippengruppe („Igel“) mit ca. 14 Kindern sowie zwei Gruppen („Bären“, „Pferde“) mit je ca. 20 Kindern im Alter von ca. 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt.

Im September 2013 eröffnete die Burda-Bande zudem ihren neuen Hort mit vier Schulkindern. Diese Gruppe wird bis 2017 auf 20 Kinder wachsen. 

 

2. Rahmenbedingungen

2.1. Team

In der Krippengruppe sind ein/e Erzieher/-in und zwei Kinderpfleger/-innen für die Betreuung der Kleinen verantwortlich. Je zwei Erzieher/-innen und ein/e Kinderpfleger/-in betreuen die Zwei- bis Sechsjährigen in den Kindergartengruppen. In der Regel wird das Team von FSJ-lern/-innen und bei Bedarf von Aushilfen verstärkt. Die Hortkinder betreut eine Gruppenleiterin, die die Schüler auch von der Schule abholt und sie bei den Hausaufgaben unterstützt. Eine pädagogische Leitung führt seit dem Kindergartenjahr 2012 das Team.

 

2.2. Elternarbeit

Ziel der Elternarbeit ist es, eine Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Pädagogen/-innen zu erreichen. Familie und Kindergarten öffnen sich füreinander, machen ihre Erziehungsvorstellungen transparent und kooperieren zum Wohle des Kindes. Dies geschieht bei uns durch Gespräche, Aushänge, regelmäßige Elternversammlungen, Elternabende bzw. Elterncafés. Außerdem finden gemeinsame Feste statt, die Eltern und Pädagogen/-innen zusammen vorbereiten. Einige organisatorische und praktische Aufgaben werden an die Eltern übertragen. Zudem müssen die Eltern während der wöchentlichen Teamsitzungen am Montag Betreuungsdienste übernehmen. Als Ansprechpartner zwischen Eltern und Pädagogen/-innen fungieren in jeder Gruppe zwei Elternsprecher/-innen. Sie vermitteln und koordinieren die verschiedenen Interessen.

 

2.3. Räumlichkeiten

Die Gesamtfläche der Burda-Bande beträgt 763 Quadratmeter, aufgeteilt auf vier Gruppen. Den Gruppen stehen 16 Räume zur Verfügung, die funktional genutzt werden. Jede Gruppe hat ihren eigenen Schlafraum, zusätzlich existiert ein Turnraum. Im Hof befindet sich ein kleiner Spielplatz für die Kinder.

 

2.4. Öffnungszeiten

Die Burda-Bande hat folgende Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Kernzeit: Montag – Freitag 9.30 - 13.30 Uhr 

Laut Gebührensatzung der Landeshauptstadt München bietet die Burda-Bande Buchungszeiten von 25 bis > 45 Stunden wöchentlich an. Die Buchungszeiten müssen von den Eltern eingehalten werden.

Die Öffnungszeiten für den Hort:

Montag - Freitag 11 - 18 Uhr        

In den Schulferien/an Schulfeiertagen von 08.00 - 18.00 Uhr 

Wir bieten für Schulkinder von Burda-Mitarbeitern/innen drei Wochen im Jahr eine Ferienbetreuung an. Bitte melden Sie Ihren Bedarf frühzeitig bei Anke Schlickeisen an (Termine und Infos siehe Menü "Anmeldung").

 

2.5. Schließzeiten

Die Elternversammlung legt in jedem Jahr fest, wann und wie lange die Burda-Bande geschlossen ist. Angestrebt wird eine insgesamt dreiwöchige Ferienpause.

Ferner ist die Einrichtung auf Grund eines Betriebsausfluges und mindestens eines Teamtages geschlossen.

 

2.6. Tagesablauf

2.6.1. Krippengruppe

08.00 – 09.30 Uhr Bringzeit/Freispiel (08:00-08:30 Uhr Betreuung in der Notgruppe)

09.30 – 09.50 Uhr gemeinsames Frühstück

10.00 – 11.30 Uhr Freispiel/Spielplatz

11.45 – 12.00 Uhr Kreis

12.00 – 12.30 Uhr Mittagessen und anschließendes Zähneputzen

12.45 – 14.15 Uhr Mittagsschlaf

14.15 – 15.15 Uhr Freispiel

15.15 – 15.40 Uhr Obstmahlzeit

15.45 – 17.00 Uhr gruppenübergreifendes Freispiel bei den

Pferden, Bären oder auf dem Spielplatz

17.00 – 17.30 Uhr Brotzeit

17.30 – 18.00 Uhr Abholzeit/Freispiel

 

2.6.2. Kindergartengruppen

08.00 – 09.30 Uhr Bringzeit/Freispiel (08:00-08:30 Uhr Betruung in der Notgruppe)

09.30 – 12.00 Uhr Freispiel drinnen/draußen und Angebote (freiwillig)

12.00 – 12.30 Uhr Mittagskreis

12.30 – 13.00 Uhr Mittagessen und anschließendes Zähneputzen

13.00 – 14.00 Uhr Ruhephase: Bei Bedarf machen die Kinder

einen Mittagsschlaf. Die anderen Kinder ruhen sich bei

einer Geschichte aus.

14.00 – 16.00 Uhr Freispiel und Angebote (freiwillig)

16.00 – 17.00 Uhr gruppenübergreifendes Freispiel bei den

Pferden, Bären oder auf dem Spielplatz

17.00 – 17.30 Uhr Brotzeit

17.30 – 18.00 Uhr Abholzeit/Freispiel

 

2.6.3. Hortgruppe

12.00 – 14.00 Uhr: Ankommen und Mittagessen

Montag bis Donnerstag ab 12:00 - 15:00 Uhr gleitende Hausaufgabenzeit.

Der Freitag ist hausaufgabenfrei.

12:00-17:00 Uhr selbständige Freizeitgestaltung und Freispiel, Möglichkeit auf freiwilliger Basis an verschiedenen Interessenangeboten teilzunehmen.

Ab 17:00 Uhr Spätdienst im Kindergarten Burda-Bande.          

Abholzeit ab 16.00 Uhr

An Feiertagen finden Gruppenaktivitäten, Aktionen und Ausflüge statt. Nach den Hausaufgaben werden neben dem Freispiel verschiedene Projekte angeboten. Der Tagesauflauf der Hortgruppe verändert sich je nach Kinderanzahl und den Bedürfnissen der Kinder.

Details siehe pdf Dokument Hortkonzept 2014

 

 

2.7. Feste

Feste sind etwas Besonderes und bieten die Gelegenheit, Kontakte zwischen Eltern und Pädagogen/-innen zu intensivieren und gleichzeitig Bräuche und Traditionen zu pflegen. Gruppenübergreifend werden das Laternenfest, Fasching, Ostern und das Sommerfest gefeiert. Das Laternen- und Sommerfest organisieren die Eltern. Gruppenintern finden die Nikolausfeiern statt – zum Teil mit Eltern.

Die Geburtstagsfeier in der Burda-Bande ist für jedes Kind ein besonderes Ereignis. Ein festlich gedeckter Geburtstagstisch mit Kerzen, einer Krone, dem Geschenk, und gemeinsames Singen sind bei den Kindern ein sehr beliebtes Ritual.

 

2.8. Krankheiten

Krankheiten eines Kindes müssen den Pädagogen/-innen mitgeteilt werden. Im Zweifelsfall entscheiden sie dann über ein mögliches Fernbleiben des Kindes von der Gruppe. Wenn ein Kind krank ist, braucht es ausreichend Zeit und Ruhe, um zu Hause wieder gesund zu werden. Es gelten die „Richtlinien zum Umgang mit Krankheiten in der Burda-Bande“ (siehe Anhang).

 

3. Pädagogische Zielsetzung

3.1. Pädagogischer Ansatz

Unsere tägliche Bildungs- und Erziehungsarbeit orientiert sich an den Grundlagen des Situationsansatzes und erfolgt in Übereinstimmung mit dem BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und -Betreuungsgesetz).

Im Mittelpunkt steht das wahrnehmende, forschende und lernende Kind. Dabei berücksichtigen wir die Einzigartigkeit und die Lebenssituation eines jeden Kindes und lassen es als Mitgestalter der eigenen Entwicklung und der eigenen Wahrnehmung selbständig handeln und durch Versuch und Irrtum lernen.

Soziale und alltagspraktische Handlungskompetenzen erlernt das Kind durch die Gemeinschaft mit anderen Kindern und den Kontakt zu Kindern in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Für den Aufbau von Beziehungen sind Altersstruktur, Gruppengröße und die Möglichkeit des Kontaktes zu Gleichaltrigen wichtige Komponenten.

Jedes Kind verfügt bereits über autonome und selbstorganisatorische Fähigkeiten, die es bei der Persönlichkeitsentwicklung und der Erweiterung seiner Kompetenzbereiche einsetzt. In der pädagogischen Interaktion bedeutet dies für uns Pädagogen/-innen, das Kind durch Wertschätzung und Akzeptanz aktiv dabei zu unterstützen, ein positives Selbstkonzept aufzubauen. Durch einen partnerschaftlichen Umgang, in dem wir das Kind als Individuum ernst nehmen, können wir es am Erziehungs- und Entwicklungsprozess beteiligen.

Unsere Aufgabe ist es, dem Kind durch eine anregende Umgebung, Material und Begleitung, ausreichend Herausforderungen zu bieten. Dabei wollen wir Partizipation durch Miteinbeziehen des direkten Lebensumfeldes ermöglichen, Neugierde erhalten, eigene Wissensaneignung vermitteln sowie nachhaltiges Lernen und den Identitätsaufbau fördern. Durch Eigenbeteiligung kann sich das Kind selbst- oder fremdmotivieren, impulsgebend und mitgestaltend einbringen.

Umgesetzt wird dies in der Burda-Bande nicht durch Beschäftigungsvorgaben, sondern durch das Sammeln von Erfahrungen. Die Pädagogen/-innen trauen dem Kind Eigenverantwortung zu, um ihm so Mitbestimmung und Selbstverantwortung zu ermöglichen. Basis dafür bilden eine sichere Beziehung, eine vertrauensvolle Atmosphäre und die Anerkennung des Kindes.

Wir gehen von den Bedürfnissen des Kindes aus und ermöglichen lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen ohne Leistungsdruck und Kontrolle auf freiwilliger Basis. So werden die Kinder zur Selbständigkeit und Autonomie hingeführt und können in eine Gemeinschaft hineinwachsen, in der sie lernen, Rücksicht zu nehmen, Kompromisse zu schließen, Wissen zu erwerben, sich zu behaupten, kompetent und solidarisch zu handeln und zu denken.

In den Gruppen vermitteln wir in einem überdurchschnittlich guten Personalschlüssel eine verständnisvolle, familiäre Atmosphäre, die dem Kind emotionalen Halt gibt. Durch intensiven Kontakt zu jedem Kind ist eine ganzheitliche Sichtweise und Förderung möglich. Bildung durch Bindung geschieht durch das Lernen aus alltäglichen Situationen, Interessen der Kinder, aktuellen Ereignissen und dem Aufbau auf vorhandenen Erfahrungen.

Die Pädagogen/-innen bieten dabei angemessene Hilfen zur Entwicklung von Konfliktbewältigung, holen das Kind dort ab, wo es steht, bieten Anregungen und geben Freiraum.

Insgesamt vermitteln wir dem Kind eine Optimismus fördernde Einstellung. Gerechtfertigtes Lob und ein nicht Überbehüten des Kindes schaffen ein positives Selbstbild. Es lernt, seine Gegenwart zu verstehen und tägliche Situationen zu meistern. Dabei hilft die Vernetzung von Situationen innerhalb und außerhalb der Burda-Bande. Lebensereignisse und erlebte Situationen, die das Kind beschäftigen, können verarbeitet, verstanden, nacherlebt und verändert werden.

Durch Beobachtung und Auswertung des Gruppenalltags erfolgt die Planung und Durchführung der pädagogischen Arbeit. Grundbaustein für unsere Arbeit ist das Spiel des Kindes. Es ist als eine selbstbestimmte Tätigkeit zu sehen ist, in der Erlebnisse und Ereignisse aus der Sicht des Kindes real geschaffen und nachempfunden werden. Das Spiel ist immer sinnvoll, da Kinder darin mit Phantasie die Welt so gestalten, wie es ihre Situation erfordert. Das Spiel ist dabei nicht ergebnisorientiert. Wichtig ist die Handlung, in der die Spielabsichten und Ziele verwirklicht werden. Es handelt sich in ausgeprägter Weise um ein selbstbestimmtes Lernen mit allen Sinnen – mit starker emotionaler Beteiligung, mit geistigem und körperlichem Krafteinsatz. So entsteht ganzheitliches Lernen, weil es die Persönlichkeit fordert und fördert.

 

3.2. Basiskompetenzen

Die Burda-Bande unterstützt das Kind in der Entwicklung bzw. beim Ausbau seiner Basiskompetenzen. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, das Kind mit seiner Gesamtpersönlichkeit anzunehmen und zu fördern. Das bedeutet, dass alle Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung wie soziale, emotionale, motorische, kognitive Kompetenzen, sowie die Entwicklung im kreativen und musischen Bereich vom pädagogischen Personal begleitet und unterstützt werden.

Das Kind hat die Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten, Interessen und Wünsche zu entwickeln und einzubringen, dadurch werden das Selbstwertgefühl sowie die Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit des Kindes gefördert.

Ebenso wichtig ist es aber für Kinder, sinnvolle soziale Grenzen und Regeln zu erfahren und zu akzeptieren. Dazu gehört einerseits, Rücksicht auf die Interessen und Bedürfnisse anderer Kinder zu nehmen und andererseits, Konflikte konstruktiv zu lösen. Das Kind hat so die Möglichkeit, neben seinen eigenen Stärken und Schwächen auch die Stärken und Schwächen der anderen Kinder kennen zu lernen und zu achten. Das Kind erfährt, dass seine Gefühle ernst genommen werden. Es soll durch Geborgenheit, Anerkennung und Bestätigung das Vertrauen finden, neue Dinge positiv anzugehen und offen neue Kontakte zu knüpfen.

 

3.3. Freispiel

Freispiel ist die Königsdisziplin des Lernens. Es hat einen sehr hohen Stellenwert in unserer Einrichtung. Die Freispielzeit ist immer Lernzeit. Das Kind eignet sich die Welt durch Eigenaktivität mit allen Sinnen an. So lernt das Kind, mit anderen Kindern umzugehen, Hierarchien anzuerkennen, Konflikte auszutragen, zu forschen, zu diskutieren und nachzuahmen.

Das Kind darf von sich aus und ohne Motivation von außen Spielpartner, Ort und Spielmaterial auswählen. Auch die Dauer des Spiels soll dabei vom Kind ausgehen. Es lernt so entsprechend seinem Entwicklungsstand und -tempo ohne Zwang und mit viel Spaß.

Der Schwerpunkt des Lernens beim Freispiel liegt im Ausbau aller Kompetenzen:

• Das Kind lernt, auf andere zuzugehen und Kontakt aufzunehmen.

• Es lernt, mit einem „Nein“ umzugehen. (Frustrationstoleranz)

• Es lernt, sich durchzusetzen und nachzugeben.

• Es lernt, zu teilen und Rücksicht zu nehmen.

• Es schlüpft mal in die Rolle des Führenden und mal in die Rolle des      Folgenden.

• Das Spiel fördert Denken und Sprache, schult Koordination, Grob-  und Feinmotorik.

• Konzentration und Ausdauer werden trainiert, Fantasie und  Kreativität dürfen ausgelebt werden.

• Das Kind lernt, selbstständig zu entscheiden und zu handeln und  die Konsequenzen zu tragen.

Die Aufgabe der Pädagogen/-innen ist es, gute Vorrausetzungen für das Spiel zu schaffen, also zum Beispiel ausreichend Zeit, gut durchdachte Räume und geeignete Spielmaterialien zur Verfügung zu stellen. Die Pädagogen/-innen unterstützen das Kind in dieser Zeit bei seinen Aktivitäten, beobachten, beraten, trösten, schlichten Streit und stehen als Spiel- und Ansprechpartner zur Seite.

 

3.4. Portfolio

In der Burda-Bande wird die Entwicklung des Kindes mit Hilfe eines Portfolios dokumentiert. Es beinhaltet die Bildungsbiografie des Kindes und macht diese nachvollziehbar. Anhand einer zielgerichteten Sammlung von Dokumenten zeigt das Portfolio den Entwicklungsprozess und die Veränderungen des Kindes. Der Portfolio-Ordner ist jederzeit zugänglich. Das Kind entscheidet, wer das Portfolio sehen darf.

 

3.5. Übergänge

Mit dem Besuch einer pädagogischen Einrichtung beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt. Die Tagesstruktur ändert sich und das soziale Umfeld erweitert sich. Dabei lernt das Kind, neue Kontakte zu knüpfen und eine Bindung zu den Pädagogen/-innen aufzubauen.

 

3.5.1. Eingewöhnung

In der Burda-Bande ist uns ein sensibler Umgang mit dem Ablösungsprozess sehr wichtig. Deshalb gestalten wir gemeinsam mit den Eltern einen individuellen Aufbau der Eingewöhnung, um den Übergang zu erleichtern und die Stressbelastung zu mildern.

Bei einem ersten Schnupperbesuch vorab können bereits erste Eindrücke gesammelt werden. Beim Aufnahmegespräch besprechen wir mit den Eltern neben den organisatorischen Dingen auch den Ablauf der Eingewöhnung. In enger Zusammenarbeit wird dieser in kleinen Schritten auf das Kind zugeschnitten und der regelmäßige Besuch abgesprochen. Die Dauer beträgt rund vier Wochen, je nach Persönlichkeit und verfügbaren Erfahrungen. Für ein Gelingen ist die Begleitung des Kindes durch Eltern und Pädagogen/-innen besonders wichtig, denn das gemeinsame Erleben der ersten Stunden und Tage, je nach Tempo des Kindes, sorgt meist für einen unkomplizierten Übergang in die neue Welt. Wir geben dem Kind eine feste Bezugsperson an die Hand und einen strukturierten Rahmen und unterstützen es so bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation. Außerdem ermutigen wir es, neue Handlungsstrategien zu entwickeln.

 

3.5.2. Von der Krippe in den Kindergarten

Durch gruppenübergreifende Freispielzeiten und gemeinsame Feste kennt das Kind alle Pädagogen/-innen. Somit bleibt den Eltern und dem Kind beim Wechsel in den Kindergarten eine erneute Eingewöhnung erspart. In einem Gespräch mit der zukünftigen Bezugsperson werden mögliche Fragen geklärt. Zu gegebener Zeit wird das Krippenkind gezielt auf den Übertritt in den Kindergarten vorbereitet.

 

3.5.3. In der Vorschule

Vorschulerziehung beginnt bei uns schon mit dem ersten Tag in der Krippe oder im Kindergarten und findet täglich in allen Entwicklungs- und Kompetenzbereichen statt. Dazu gehört eine ganzheitliche Förderung der sozialen, emotionalen, körperlichen und kognitiven Fähigkeiten, der Leistungsfähigkeit und der seelischen Stabilität. Einzelne Bereiche wie Motorik, Aufmerksamkeit und Konzentration, sprachliche Fähigkeiten, das Mengen- und Zahlenverständnis, Umwelt- und Weltwissen sowie das sozial-emotionale Verhalten sind wichtig für die Schulfähigkeit eines Kindes.

Das Kind gut auf die Schule vorzubereiten, bedeutet für uns, es in seiner gesamten Persönlichkeit zu stärken. Die Vorschulgruppe bietet den Kindern im letzten Kindergarten-Jahr noch einmal einen besonderen Anreiz. Durch schulvorbereitende Maßnahmen und Projekte wird die Entwicklung des Kindes im Hinblick auf seine Schulfähigkeit unterstützt.

Die Aktivitäten sollen das Kind unter Berücksichtigung seiner Individualität fördern, es aber auch herausfordern, ohne es zu überfordern oder Druck auszuüben. Die Vorschulgruppe ist eine Ergänzung und Vertiefung unserer pädagogischen Arbeit im Erziehungsprozess mit den Kindern.

 

4. Satzung

Satzung der Burda-Bande e.V.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen „Burda-Bande“

2. Der Verein hat seinen Sitz in München und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

3. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

1. Zweck des Vereins ist die Förderung der Kindererziehung durch Errichtung und den Unterhalt einer betriebsnahen Eltern-Kind-Initiative im Familieselbsthilfebereich.

2. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

a) Erarbeitung eines Konzepts für eine situationsbezogene und familienergänzende Erziehung

b) Die Unterhaltung eines Kindergartens bzw. einer Kindertagesstätte auf dieser Grundlage

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeverordnung.

2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwandt werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5. Vereinsmitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins die eingezahlten Beiträge nicht zurück, soweit es sich nicht um verauslagte Beträge handelt.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft, Mitgliedsbeiträge

1. Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die den Zweck des Vereins fördert und unterstützt.

2. Über die Aufnahme von natürlichen und juristischen Personen entscheidet die Mitgliederversammlung. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Mit der Aufnahme erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins an.

3. Die Mitgliederversammlung beschließt über die Zahlung von Mitgliedsbeiträgen. Mitgliedsbeiträge werden erhoben. Näheres regelt die Geschäftsordnung.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet

a) durch schriftliche Austrittserklärung an den Vorstand

b) bei einer natürlichen Person durch Tod, bei einer juristischen Person durch Verlust der Rechtsfähigkeit

c) durch Ausschluss aus wichtigem Grund.

2. Der Austritt aus dem Verein ist zum Ende des Kalenderjahres zulässig. Er erfolgt schriftlich gegenüber dem Vorstand.

3. Der Ausschluss eines Mitglieds kann mit Zweidrittelmehrheit von der Mitgliederversammlung ausgesprochen werden, wenn das Mitglied gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat.

4. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich zu äußern.

5. durch Streichung aus der Mitgliederliste durch die Mitgliederversammlung.

Sie kann erfolgen, wenn das Mitglied persönliche Bedingungen, die es zum Zeitpunkt seiner Aufnahme erfüllt hat, nicht mehr erfüllt oder wenn es trotz einmaliger Mahnung seine Pflicht zur Leistung des Vereinsbeitrages nicht erfüllt.

§ 6 Organe des Vereins

a) Die Mitgliederversammlung

b) Die Elternversammlung

c) Der Vorstand

§ 7 Die Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung tritt einmal im Kalenderjahr zusammen.

2. Sie wird vom Vorstand mit einer Frist von zwei Wochen schriftlich einberufen unter Angabe der Tagesordnung. Sie ist auf Verlangen von mindestens einem Viertel der Mitglieder zu berufen. Das Protokoll wird vom Vorstand unterzeichnet.

3. Die Mitgliederversammlung beschließt über Grundsätze der Tätigkeit des Vereins. Sie ist beschlussfähig, wenn mindestens zehn Mitglieder anwesend sind.

4. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit.

5. Der Mitgliederversammlung sind die Jahresabrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes vorzulegen. Die Mitgliederversammlung bestellt einen Rechnungsprüfer, der dem Vorstand nicht angehören darf, und beauftragt diesen vor der nächsten Mitgliederversammlung die Jahresabrechnung zu prüfen und darüber zu berichten.

§ 8 Die Elternversammlung

1. In der Elternversammlung werden Aufgaben und Ziele sowie Erziehungskonzeption der Elterninitiative in Zusammenarbeit mit dem Betreuungspersonal erarbeitet und festgelegt.

2. Der Elternversammlung gehören als Mitglieder alle Eltern an, deren Kind die Elterninitiative besucht, und die Bezugspersonen der Elterninitiative.

3. Die Elternversammlung bestimmt Vertreter („Elternsprecher“), die die Interessen der Eltern wahrnehmen und die an dem Verfahren über die Neuaufnahme von Eltern, mitwirken.

4. Die Elternversammlung kann sich eine Geschäftsordnung geben.

5. Der Vorstand ist Dritten gegenüber an die Beschlüsse der Elternversammlung gebunden und bedarf deren Zustimmung, wenn es sich um die in § 9.6 bezeichneten Rechtsgeschäfte handelt.

6. Die Elternversammlung fasst ihre Beschlüsse mit  Zweidrittelmehrheit.

7. Die Elternversammlungen werden protokolliert und sind vom Protokollanten sowie einem Vorstandsmitglied zu unterzeichnen.

§ 9 Der Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern

2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung in Zweidrittelmehrheit gewählt.

3. Er bleibt bis zur Wahl eines neuen Vorstands im Amt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Wiederwahl ist möglich.

4. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.

5. Der Vorstand ist gesetzlicher Vertreter des Vereins nach außen. Er fasst seine Beschlüsse einstimmig. Hierüber werden schriftliche Protokolle angefertigt.

6. Die Vertretungsmacht des Vorstandes wird mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt, dass zu den nachfolgenden Rechtsgeschäften die Zustimmung der Elternversammlung erforderlich ist:

a) Ausschluss von Eltern,

b) Änderungen von inhaltlichen und konzeptionellen Grundlagen des Vereins,

c) Eingehen von finanziellen Verpflichtungen, die im Einzelfall Euro 3.000,-- übersteigen.

7. Alle Mitglieder des Vorstandes sind für den Verein jeweils allein vertretungsberechtigt.

8. Die Vorstandsmitglieder haften nur im Falle grob fahrlässig oder vorsätzlich begangener Pflichtverletzungen. Im Übrigen ist die Haftung der Vorstandsmitglieder gegenüber dem Verein und seinen Mitgliedern ausgeschlossen.

§ 10 Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins

1. Die Mitgliederversammlung kann mit einer Zweidrittelmehrheit der Stimmen der erschienenen Mitglieder eine Satzungsänderung durchführen oder den Verein als aufgelöst erklären.

2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vereinsvermögen an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Erziehung von Kindern.

§ 11 Inkrafttreten der Satzung

Die Satzung tritt am 23. September 1997 in Kraft.


5. Anhang

5.1 Richtlinien zum Umgang mit Krankheiten

5.1.1 Ausgangspunkt

Die Krankheitsfälle der letzten Wochen haben gezeigt, dass eine verbindliche Regelung zum Umgang mit kranken Kindern in der Betreuung dringend notwendig ist. Wir können uns dabei nicht allein auf den Gesetzgeber verlassen, da es eine unübersehbare Fülle von Vorgaben gibt, die im Einzelfall nur der Arzt entscheiden kann. Das Team braucht jedoch eine von allen Beteiligten getragene Regelung zu diesem Thema. Grundlage sind die medizinischen Richtlinien, die um die praktischen Erwägungen des Kindergartenalltags ergänzt werden.

 

5.1.2 Vereinbarung zwischen Elternschaft und Team

1. Die Entscheidung, ob ein Kind betreut wird, liegt beim Team. Sie richtet sich nach den Symptomen des Kindes. Terminlagen der Eltern oder Wünsche der Kinder können und dürfen nicht Entscheidungsgrundlage sein, da sonst die Gesundheit der anderen Kinder gefährdet ist.

2. Für die Durchsetzung dieser Vereinbarung trägt das Team die Verantwortung.

3. Nach durchlebter Krankheit gilt:

• Die Kinder müssen seit mindestens einem Tag fieberfrei sein

• Die Kinder müssen seit 24 Stunden geformten Stuhl ausscheiden

(bei Durchfall wird das Kind nicht angenommen bzw. sofort wieder nach Hause geschickt)

• Kinder, die deutliche Krankheitszeichen aufweisen, werden ebenfalls nicht angenommen (eine Liste von Krankheiten, bei denen ein Kind nicht in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden darf, siehe unten)

• Für verschiedene Erkrankungen existieren unterschiedliche Richtlinien zur Wiederzulassung. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, diese einzuhalten.

Sie sind nachzulesen unter:

http://www.gesundheitsamt.de/alle/gesetz/seuche/wzr/index.htm.

• Das Team ist bei Nichteinhaltung dieser Richtlinien berechtigt, das Kind zurückzuweisen.

4. Es gibt eine Liste von Krankheiten, für die vor Wiederzulassung Attest-Pflicht besteht. Dazu gehören:

• Ansteckende Borkenflechte (Impetigo Contagiosa)

• Diphtherie

• Cholera

• EHEC

• Kopflausbefall (bei Wiederholung)

• Krätze

• Tuberkulose

• Poliomyelitis

• Ruhr

• Shigellose (Durchfallerkrankung mit speziellem Erreger)

• Typhus

• Hämorrhagisches Fieber

Die Anzeigepflicht für meldepflichtige Krankheiten ist Sache des behandelnden Arztes.

5. Die Burda-Bande verpflichtet sich, anonym alle Fälle von Durchfallerkrankungen auch ohne Erregernachweis, Influenza sowie alle attest- und meldepflichtigen Krankheitsfälle sofort nach ihrem Bekanntwerden auszuhängen. So können Eltern selbst über das Risiko einer möglichen Ansteckung entscheiden.

6. Bei folgenden Erkrankungen darf das Kind in einer Gemeinschaftseinrichtung nicht betreut werden:

• Ansteckende Borkenflechte (Impetigo Contagiosa)

• Diphtherie

• Cholera

• EHEC

• Kopflausbefall (bei Wiederholung)

• Krätze

• Masern

• Meningokokken Infektion

• Scharlach

• Mumps

• Paratyphus

• Pest

• Tuberkulose

• Poliomyelitis

• Ruhr

• Shigellose (Durchfallerkrankung mit speziellem Erreger)

• Typhus

• Hämorrhagisches Fieber

• Hepatitis A und E

• Windpocken

• Streptococcus pyogenes-Infektionen

• Hämophilus influenzae Typ b-Meningitis


5.2 Tipps zur Eingewöhnung

- Haltet während der Eingewöhnungszeit engen Kontakt zu dem/der Bezugspädagogen/in eures Kindes. Es ist gut, wenn er/sie eure Sorgen, Ängste und Unsicherheiten kennt, auch um möglichen Missverständnissen vorzubeugen. Unausgesprochene Ängste übertragen sich vielleicht auf euer Kind, das darauf mit Verunsicherung reagieren könnte.

- In der ersten Zeit wird euer Kind euch gegenüber wahrscheinlich ein verstärktes Bedürfnis nach Sicherheit zeigen. Sucht euer Kind eure Nähe, so lasst das zu. Signalisiert ihm, dass es sich eurer Unterstützung sicher sein kann. Drängt euer Kind nicht, sich auf die Gruppe einzulassen – seine Neugier wird es von selbst dazu bringen.

- In den ersten Tagen wird der/die Pädagoge/in euer Kind zunächst hauptsächlich beobachten und nach dem besten Weg suchen, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Gerade in dieser sensiblen Phase wäre es grundverkehrt, würde sich der/die Erzieher/in sofort auf euer Kind stürzen. Nur Geduld!!!

- Plant ausreichend Zeit für euren Besuch ein: Eurer Kind braucht diese Zeit, um anzukommen und sich zu orientieren. Danach braucht es eine ruhige, entspannte Phase, um all das Geschehene und Erlebte zu verarbeiten.

Die Zeiten werden sich nach gemeinsamer Einschätzung mit dem/der Pädagoge/in eventuell verändern – ihre Dauer hängt davon ab, wann euer Kind Vertrauen fasst, sich zurecht findet und wie viel Sicherheit es braucht.

- Nehmt beim Besuch eher die Beobachter-Rolle ein. Wenn ihr euch allzu aktiv ins Geschehen begebt, gewöhnt sich euer Kind eventuell an die unrealistische Vorstellung, ihr würdet immer da bleiben, um mit ihm und den anderen Kindern zu spielen. Das bringt nicht nur Verwirrung für euer Kind, sondern nimmt dem/der Pädagoge/in auch die Chance, Kontakt zu ihm aufzubauen.

- Macht die Erlebnisse in der Gruppe zum Thema: Erwähnt daheim immer wieder den Namen dem/der Bezugspädagoge/in, lasst die Eindrücke aus der Krippe Revue passieren. So kann euer Kind gemeinsam mit euch die neuen Eindrücke aufarbeiten und dadurch Vertrauen gewinnen.

- Sprecht über die Eingewöhnung immer positiv mit eurem Kind, denn dadurch fasst es Mut, um die anstehende Hürde zu meistern. Vermeidet Negativ-Formulierungen wie „Du brauchst keine Angst zu haben“ oder „War doch gar nicht schlimm“. Sagt: „Das hast Du dich getraut, toll!“ oder „Das war richtig schön, stimmt´s?“

- Lasst bei den ersten Trennungsversuchen einen vertrauten Gegenstand im Raum zurück, zum Beispiel eine Jacke oder Tasche. Damit macht Ihr eurem Kind während eurer Abwesenheit klar, dass Ihr gleich wiederkommt und es nicht allein lasst.

- Haltet euch an die vereinbarten Zeiten: Unsere klaren zeitlichen Absprachen sorgen dafür, dass euer Kind immer die gleiche Tagessituation erlebt und den/die vertraute/n Erzieher/in antrifft.

 

5.3 Merkblatt für neue Eltern 

- Bitte die Kinder bis 09.30 Uhr bringen und verabschieden (Krippe und Kindergarten) 

- Bei Krankheiten das Kind bis 09.30 Uhr entschuldigen und erst nach vollständiger Genesung wieder in die Burda-Bande bringen

- Termine für Geburtstagsfeiern bitte mit dem Team absprechen

- Urlaube sind in die aushängenden Listen einzutragen

- Die Abmeldung vom Essen wegen Urlaubs ist an den Essenbeauftragten zu mailen und dem Team zu melden

- Die Liste für die Elterndienste hängt bei den Bären an der Pinnwand im Treppenhaus

- Der Aushang über die Vorschule hängt im Treppenhaus

- Wichtige Informationen und der Tagesspiegel hängen an der Gruppentür, an der Glastür oder an den Pinnwänden

 

 

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